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Reise durch Ostpreußen

 

Essen. 34 Glaubensgeschwister, überwiegend Senioren, unternahmen vom 25. Mai bis zum 6. Juni 2015, eine 13-tägige Rundreise durch Ostpreußen. Darunter waren 15 Teilnehmer aus der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen.

Ein Mitreisender berichtet: Unsere Reise führte uns über Stettin, Danzig und Elbing in das nördliche Ostpreußen zum heutigen Kaliningrad und von dort über Masuren und Thorn zurück nach Deutschland.

Gedenken an Flüchtlinge

Bei einer Stadtführung in Elbing gaben sich die Geschwister als neuapostolische Christen zu erkennen. Wie groß war die Überraschung, dass die Fremdenführerin – eine Schweizerin in Elbing! - erzählte, dass ihre Großmutter auch neuapostolisch gewesen sei.

In Frauenburg am Frischen Haff erinnert ein Gedenkstein an etwa 450.000 Flüchtlinge, die aufgrund der Kriegswirren ihre Heimat verlassen mussten. Viele haben die Flucht nicht überlebt. Bei einem Besuch des Gedenksteins wurde die Gruppe durch eine besinnliche Lesung auf das dann folgende Gebet für alle Opfer eingestimmt. Danach sangen wir das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Orgelkonzert und Gottesdienst in Neuhausen

Eine Besonderheit erlebte die Gruppe mit der Betreuung durch unsere russische Glaubensschwester Larissa, die während der sechs Tage im Gebiet Kaliningrad als Übersetzerin der Gottesdienste sowie als Fremdenführerin tätig war.

Larissa hatte im Vorfeld eine Teestunde mit Imbiss für die Zeit nach dem Sonntags-Gottesdienst in Kaliningrad organisiert. Wir führten schöne und herzliche Gespräche. Ebenso sorgte sie dafür, dass wir am Nachmittag vor dem Wochen-Gottesdienst in Neuhausen ein Orgelkonzert in unserer Kirche erleben konnten. Es hat in schöner Weise auf den dann folgenden Gottesdienst. eingestimmt, der extra für die Reisegruppe früher als üblich stattfand. Unsere russische Glaubensschwester sagte zu uns, dass sie solche Begegnungen zur Stärkung des Glaubens brauche.

Bleibende Eindrücke

In Pillau befindet sich heute eine der größten Kriegsgräbergedenkstätten im nördlichen Ostpreußen. In einem gesonderten Bereich der Gedenkstätte gedachten wir während einer Lesung in stillem Gedenken der vielen Flüchtlinge, die beim Untergang des Schiffes „Wilhelm Gustloff“ ihr Leben verloren.

Am Mittelpunkt der Gedenkstätte stimmte uns eine kleine Ansprache auf das dann folgende Gebet ein, in dem der Kriegsopfer aber auch der Täter gedacht wurde. Zum Abschluss sangen wir das Lied „Treff ich dich wohl bei der Quelle“.

Die Reise durch Ostpreußen hat bei allen Teilnehmers bleibende und wohl auch einmalige Eindrücke hinterlassen.

Weitere Bilder sind in der Fotogalerie.
 

8. August 2015
Text: Text: Friedhelm Nordmeier / Heinz Helmut Bussemas; Fotos: Bernd Leippe

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0173  518 73 64 (Heinz Helmut Bussemas) und
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