Ruhr-Süd / Bochum-Mitte. Am Sonntag, 16. März 2025, trafen sich die Senioren des Bezirks Ruhr-Süd zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Gemeinde Bochum-Mitte. Der Bezirksvorsteher, Bezirksevangelist Markus Woeste, feierte diesen Gottesdienst mit 200 Teilnehmern in der größten Kirche des Bezirks. Für die Senioren, die nicht an diesem Gottesdienst teilnehmen konnten, wurde der Gottesdienst per IPTV und Telefon übertragen.
Aus dem gesamten Kirchenbezirk fieberten die Senioren diesem besonderen Gottesdienst entgegen. Die Gemeinde Bochum-Mitte liegt in unmittelbarer Nähe des landesweit bekannten Bergbau-Museums, das von einem hellgrünen Förderturm alter Zeit überragt wird.
Als Grundlage des Gottesdienstes las der Bezirksvorsteher das in Jakobus 5, Vers 11, verzeichnete Bibelwortwort vor: „Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr geführt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.“ Stimmungsvoller Chorgesang und abwechslungsreiches Orgelspiel umrahmten diesen Gottesdienst, in dem Priester Hans-Markus Scharmin als jüngstes priesterliches Amt und Bezirksevangelist Frank Schauerte als stellvertretener Bezirksleiter zum Mitdienen gebeten waren.
Zwei besondere Erleben des Bezirksvorstehers
Zu Beginn seiner Predigt blickte Bezirksevangelist Woeste auf zwei persönliche Erlebnisse der letzten Zeit zurück:
Er sei an einer Buchhandlung vorbeigegangen und förmlich über folgenden Aushang gestolpert: „Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, eine Jugend ohne Liebe und wie ein Alter ohne Frieden“.
Bezogen auf die Altersgruppe der Senioren bedeute dies, so der Bezirksvorsteher, auch im hohen Alter Frieden zu halten und Frieden zu schaffen. In dem Brief an die Hebräer, Kapitel 12, dessen Verfasser nicht eindeutig bestimmbar ist, außer dass er, der Brief, ca. 70 Jahre nach Christus geschrieben wurde (zeitgleich mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem), steht eine glasklare Aufforderung, die heute noch Gültigkeit hat: „Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte.“ (Verse 14 und 15). Diese Arbeit, so führte Bezirksevangelist Woeste weiter aus, fällt nicht zu, sie ist vielmehr ein langer Prozess. Und wer Nächstenliebe übe, der müsse auch über seinen eigenen Schatten springen.
Das zweite Bild stammt aus einer Radioreportage: In einer belebten Einkaufsstraße stand eine Schiefertafel mit der Kreideaufschrift: „Was würdest du tun, wenn du noch einen Wunsch frei hättest bzw. wenn du noch unbedingt etwas erledigen müsstest?“ Mehrfach genannte Antworten waren: Einen Apfelbaum pflanzen, bestimmte Orte besuchen, eine Weltreise machen, ein Versprechen einlösen, …. Eine Notiz sprang aber ins Auge: Noch einmal mit Friedhelm, wer immer das auch war oder ist, sprechen. Daraus leitete Bezirksevangelist Woeste die Frage ab: Warum tat derjenige das nicht? Oder übertragen auf uns: Warum tun wir das in bestimmten Situationen nicht oder was hindert uns daran?
Die Motivation für alle ist: Wir warten nicht nur auf irgendetwas – wir erwarten den Herrn! Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns noch bleibt. Nutzen wir sie zur aktiven Vorbereitung der noch ausstehenden Verheißung!
Geduld, starkes Herz und beständige Zuversicht
Weitere schwerpunktmäßige Aussagen aus diesem Gottesdienst: Jeder Mensch ist vielfältigen Schikanen ausgesetzt. Da hilft ein „Geduldsfaden“ wie ihn Hiob hatte. Vertrauen wir in allen Lebens- und Glaubenslagen auf Gott und Jesus Christus; sie stehen uns bei und wissen, was uns fehlt. Geduld und ein starkes Herz sind im Glauben notwendig, um bei der Sache Christi zu bleiben. Jesus hat das alles selbst erlebt und kennt unsere Verhältnisse zu genüge. Gott in seiner Allgegenwart und Allmacht hält alle Dinge in seiner Hand und führt sie zu einem guten Ende. Darauf bauen wir, weil wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen (vgl. Römer 8, 28).
Ausrüstung für den weiteren Lebens- und Glaubensweg
Die versammelte Gemeinde nahm so die Erkenntnis mit, dass Glaube und Geduld notwendig sind, um in Anfechtungen beständig zu bleiben und um dann bei der Wiederkunft Jesu Christi den Lohn der Treue, der Geduld, der Gerechtigkeit, also der getanen Werke zu empfangen.
Die Freude der Anwesenden war groß; strahlende Gesichter waren am Ende des Gottesdienstes nicht zu übersehen. Vielleicht regte sich hier und da auch noch der Gedanke: Lasst uns mal abwarten, was das junge Jahr 2025 noch für uns bereithält.
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