Herdecke. Bischof Ulrich Götte, mehr als 200 Geschwister und 2 Igel Dies als Rechnungsaufgabe addiert, ergibt einen sonnigen, warmen Spätsommernachmittag mit absoluter Freude – so oder so ähnlich kann das diesjährige Treffen der Senioren und Seniorinnen des Bezirks Ennepe-Ruhr am 20. September 2016 an altbekannter Stätte im Hotel „Zweibrücker Hof“ in Herdecke zusammengefasst werden.
Zum wiederholten Male trafen sich die Senioren-Geschwister in diesem Kreis, um einen gemeinsamen Nachmittag zu erleben, bei dem der persönliche Gedankenaustausch, stimmungsvoll vorgetragene Lieder des Bezirksseniorenchores, lustige, aber auch zum Nachdenken anregende Sketche sowie eine Verabschiedung und Beauftragung im Vordergrund standen. Aber der Reihe nach:
Bezirksevangelist Frank Schauerte eröffnete diesen Seniorennachmittag mit einem gemeinsamen Gebet und öffnete sein in allen Belangen dankbares Herz für so viele Dinge, vor allem aber für diesen so „bunten“ Seniorenkreis, der sich durch vielfältiges Miteinander auszeichnet. „Und das möge auch so bleiben“ – lautete sein abschließender Wunsch.
Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen schmeckten, einige Lieder erklangen – so fiel es erst gar nicht auf, dass Bischof Ulrich Götte etwas später in den Seniorenkreis trat. Natürlich war die Freude groß als er einige Worte an die Versammelten richtet. Er berichtete u. a. über seinen gerade beendeten Urlaub. Weiterhin erzählte er von der kleinen neuapostolischen Kirchengemeinde dort, die einen Vorsteher habe, der auch alle anderen Aufgaben in der Gemeinde übernehme. Vor allen Dingen hätten es ihm, dem Bischof, dort die sanges-freudigen Schwestern angetan: Eine Schwester gäbe den Ton an und alle anderen stimmten mit ein. Auch sprach er begeisternd davon, mehr als 200 freudige Senioren-Geschwister hier zu sehen, denen man es nicht ansehe, dass sie schon zum Seniorenkreis gehörten, so „lebendig“ seien sie noch.
Bischof Ulrich Götte berichtete ferner von einem Erleben, das er vor kurzem gehabt habe als er von der Arbeit nach Hause gekommen sei: Er hätte Geräusche am Haus gehört, die er nicht einordnen konnte; er hätte aber auch nichts darum gegeben; er sei dann wenig später wieder gefahren, um seinen seelsorgerischen Aufgaben nachzugehen. Als er dann wieder nach Hause kam, wären diese Geräusche immer noch da gewesen, nur noch lauter und heftiger. Gemeinsam mit seiner ebenfalls besorgten Frau wäre er der Sache auf den Grund gegangen. Was war passiert? Zwei Igel hätten sie besuchen wollen, dabei sei einer der beiden ins Kellerloch gefallen und der andere habe so lange Rabatz und Theater gemacht bis Hilfe gekommen sei. Die Hilfe habe dann darin bestanden, dass er den ins Kellerloch gefallenen Igel mit einer „Dreckschüppe“ (Kehrblech) wieder ans Tageslicht zu seinem Kollegen befördert hätte. Beide Igel seien dann freudig davon getrippelt.
Angelehnt an dieses Bild empfahl Bischof Götte, dass es auch bei Gotteskindern gut wäre, wenn der eine mal dem anderen die Hand reiche, wenn dieser in dunkle, einsame und traurige Verhältnisse gekommen sei. Auch sei es sicher nicht verkehrt, wenn man dem anderen, der in Not geraten sei oder der sich wirklich ganz „unten im Leben angekommen fühle“, beistehe bis die gerufene Hilfe einträfe.
Vor dem gemeinsamen Schlussgebet übernahm Bischof Ulrich Götte noch einen Auftrag wahr: Er verabschiedete den bisherigen, stellvertretenen Bezirksseniorenbeauftragten Friedhelm Willer „in den Ruhestand“ und betraute Diakon Hartmut Schulz als dessen Nachfolger mit diesen Aufgaben.
Ein „bunter“ Nachmittag ging wieder einmal viel zu schnell zu Ende – er wird aber sicher allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis und im Herzen bleiben.
Text: Harald Lücke
Bilder: Hermann Opel und Harald Lücke
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