Dortmund. 42 Geschwister, davon 21 Senioren aus der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen, reisten vom 15. bis 25. Oktober 2012 durch Israel. Für einige Tage schloss sich Bezirksapostel Brinkmann mit seiner Frau der Gruppe an, wodurch der Aufenthalt noch zusätzlich an Bedeutung gewann.
Ein Mitreisender berichtet: Nach den biblischen Berichten haben sich auf dem Gebiet des heutigen Staates Israel auf kleinem Raum große Teile der Reichsgottesgeschichte des Alten Bundes und das Wirken Jesu und seiner Apostel zugetragen. Ernüchternd wirken allerdings oftmals das Gedränge unzählbarer Touristen und endlose Autoschlangen auf schmalen Wegen oder Straßen. Allein die Basare der überfüllten Via Dolorosa auf dem Weg nach Golgatha lassen kaum Gelegenheit aufkommen, des einstigen Kreuzigungsgeschehens andächtig zu gedenken. Ließe man sich nur von diesem Trubel beeinflussen, gehörte der Besuch dieses Landes zu interessanten Reisen, um die Welt und Völker kennen zu lernen und dann abzuhaken.
An Stätten der Bibel
Zwar war auch unsere Gruppe ein Teil der Menge, die die Besichtigungsplätze aufsuchte. Dennoch haben wir uns, wo es möglich war, an den Gedenkstätten zurückgezogen und anhand von Bibelstellen das Wirken von Jesu und der Apostel auf uns einwirken lassen. Wir haben jeweils auch einige Lieder gesungen, die vor Ort in Ihrem Inhalt neu erschlossen wurden. Die Gruppe wurde geleitet von Priester i.R. Bodo Iloff, dem ehemaligen Leiter der theologischen Abteilung des Bischoffverlages.
Wie erwähnt, lernten wir einiges aus dem Alten Testament kennen: Jericho, Qumran (mit ältesten Schriftrollenfunden alttestamentlicher Bücher), Jafo, wo Jona an Bord ging, das Hinnomtal, wo es zur Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek kam (und später der Töpferacker von dem Geld erworben wurde, das Judas Ischariot für seinen Verrat erhalten und zurückgebracht hatte). Auch fuhren wir über den Karmel, wo einst Elia für das Gottesurteil sorgte.
An Stationen des Lebens Jesu
Vor allem aber standen Stätten des Neuen Testaments auf dem Programm. So suchten wir in Bethlehem die Hirtenfelder und die Geburtskirche auf, zogen nach Nazareth, wo Jesus seine Kindheit und Jugend verbrachte und gewannen einen Eindruck in die frühere Tempelanlage in Jerusalem, wo er als Zwölfjähriger die Schriftgelehrten in Erstaunen versetzte.
Am Jordan konnten wir gegenüber der Stelle verweilen, wo Jesus durch Johannes den Täufer getauft wurde. Und nach der Tradition wird in Jericho der Berg der Versuchung gezeigt. Dort in der Wüste war es für uns am heißesten, bis etwa 40° C, aber während des gesamten Aufenthaltes erlebten wir wolkenlosen Himmel (und unübliche Hitze).
Beeindruckend war der Aufenthalt im gesamten Nordbereich des Sees Genezareth, wo Jesus die Bergpredigt hielt, einmal 5000 Menschen und einmal 4000 Menschen speiste, im Haus des Petrus in Kapernaum wohnte und ein Wehe über Chorazin, Betsaida und Kapernaum aussprach. Hier nutzten wir die Gelegenheit, im Gebet insbesondere der Entschlafenen zu gedenken, die einst Jesus nicht nachgefolgt waren.
Nazareth, Betanien, Gethsemane
Bevor wir am Sonntag zu unserer Kirche in Nazareth fuhren, um dort einen Gottesdienst zusammen mit einheimischen Brüdern und Geschwistern zu erleben, machten wir einen Abstecher nach Kana, wo Jesus das erste Wunder vollbrachte. Auch der Berg Tabor mit seiner besonderen Kirche hinterließ tiefe Eindrücke seelischen Empfindens.
Die Schilderungen der letzten Woche von Jesu Leben und Wirken auf Erden nehmen in den Evangelien einen breiten Raum ein. Einiges davon konnten wir nachvollziehen. Das beginnt – biblisch betrachtet – mit Betanien, wo wir uns mit den drei Geschwistern Maria, Marta und Lazarus in Text und Gesang beschäftigten. Dann suchten wir Betfage auf, von wo aus Jesus auf dem Esel vom Ölberg kommend nach Jerusalem ritt. Im Garten Gethsemane fanden wir bestens organisiert einen stillen Ort, wo wir uns mit dem Leiden Jesu und dem Verrat durch Judas Ischariot beschäftigten. Hier öffnete auch Bezirksapostel Brinkmann in besonderer Weise sein Herz im Blick auf dieses Geschehen. Zu dem thematischen Komplex gehörte ebenso der Besuch des Abendmahlssaals und der Kirche „St. Peter in Gallicantu“ – der so genannten Hahnenschreikirche auf dem Berg Zion. Der dortige Aufenthalt vermittelte einen Eindruck, wie es Jesus nach seiner Gefangennahme ergangen sein muss.
An der Klagemauer
Weitere Stationen des Programms waren der Tempelplatz und die berühmte Westmauer (auch Klagemauer genannt) sowie der Teich Betesda. Auch einige nichtbiblische Plätze suchten wir auf.
Die Wirksamkeit der Apostel Petrus und Paulus bekamen wir in Joppe/Jafo, Caesarea maritima und Antipatris (vgl. Apostelgeschichte 23,23-35) nahe gebracht.
Bezirksapostel Brinkmann beantwortet Fragen
Wir waren jeden Abend gemeinschaftlich zusammen und besprachen den vergangenen Tag. Am 16. Oktober stellte sich der Bezirksapostel den Fragen aus der Reisegruppe. Die Wochengottesdienste fanden in Hotelräumen statt, wobei ein besonderer Höhepunkt der Abendgottesdienst am 17. Oktober war, den Bezirksapostel Brinkmann hielt.
Es war eine sehr interessante Reise, die tiefe persönliche Empfindungen an historischen Orten ausgelöst hat.
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